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Was ist problematisch am ICC-Color Management?

Scheinbare Problemlosigkeit.
Obwohl ICC-Colormanagement hoch komplex und deshalb schwer begreifbar ist, verkommt es wie einst DTP, GrafikDesign und Bildverarbeitung zum Volkssport.

Standardisierung und Profilierung stehen in weitgehendem Widerspruch.
Beliebigkeit bzw. nicht nachvollziehbare Individualisierung statt Standardisierung.

Nachvollziehbarkeit ist kaum gegeben.
Transparente Profil-Erläuterungen, Kontrollelemente und Referenzen fehlen weitgehend – statt zu wissen muss geglaubt werden.

ICC-Workflows setzen vor allem bei Druckereien hohe Aufwände voraus.
Ordentliche Profilierung der wichtigsten Drucksituationen eines Betriebs ist nicht nur sehr aufwändig, sondern setzt auch immense Kenntnisse und Erfahrungen aller Beteiligten voraus, ganz zu schweigen von Folgekosten.

 


 


 


 




 



Durchgängigkeit ist selten gewährleistet.
Eine Kette aber nur so stark wie ihr schwächstes Glied und mehr Technik würde zwingend auch mehr Kultur (Gesprächskultur usw.) erfordern.

Profile sind kein Allheilmittel zur Beseitigung von Prozessfehlern.
Statt Prozesse ursächlich verstehen und beherrschen zu lernen, werden Ungereimtheiten mit Profilen kaschiert.

Lab und analoge Prozesse stehen kaum in logischer Verbindung.
Dem Drucker bleibt nichts anderes übrig, als seine Wahrnehmung und Geschicklichkeit zu bemühen. Wozu dann der ganze Aufwand?

Konventioneller und ICC-Workflow schliessen sich gegenseitig aus.
Der Graustufen und Duplex-Bereich ist praktisch kein Thema – ein Dilemma bei einem derart schwerwiegenden Systemwandel. Eine offizielle, einigermassen ordentliche Konvertierung von nicht profilierten RGB- und CMYK-Daten in ICC-konforme gibt es nicht. Ein Mix profilierter und nicht profilierter Daten ist nicht ratsam.

Der Anspruch optimaler Farbübertragung
durch ICC-ColorManagement wird überbewertet.
Meist stehen hinter einem Referenzprofil mehrere,
nicht harmonisierte Kompetenzen und Interessen.